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Archiv 2015

2015

Film-Tipp!

Glücklich geschieden - Wie gelingt der Neuanfang?

MO 29.6., 23:30 Uhr, ARD

Details
"Die Zeit der Trennung und dann die Scheidung, das war ein Gefühl wie im freien Fall. Ich musste wieder bei Null anfangen", blickt Barbara Wegmann auf ihre Scheidung zurück. Wie Barbara erging es auch Christine Riedmann und Claudia Ring. Sie alle sind geschieden. Das Ende einer Ehe ist schmerzhaft. "Du fühlst dich wie in einer Wüste, du siehst keine Oase, du hast keine Ahnung, wie du alles bewältigen sollst - allein", erinnert sich Christine Riedmann.

Was bleibt sind Fragen: Wie geht es weiter? Werde ich jemals wieder glücklich? Die Familienrichterin Inga Jensen-Buchholz versucht am Amtsgericht in Ahrensburg, mit allen am Verfahren Beteiligten an einem Strang zu ziehen, um so jahrelange Auseinandersetzungen und persönliche Verletzungen zu verhindern. Während sich Barbara Wegmann mit einem mutigen Fallschirmsprung buchstäblich in ihr neues Leben stürzt, feiert Claudia Ring eine rauschende Scheidungsparty. Die Katholikin Christine Riedmann hingegen findet bei einem besonderen Gottesdienst für getrennt Lebende und Geschiedene ihren Frieden. Glückt der Versuch, die Scheidung nicht nur als bitteres Ende einer Beziehung, sondern auch als spannenden Neuanfang zu begreifen? Welche Rituale helfen Barbara, Claudia und Christine dabei, sagen zu können: "Ich bin geschieden - und glücklich"?

Gefilmt wurde für diese Reportage unter anderem bei einem ökumenischen Gottesdienst für getrennt Lebende und geschiedene am 14.11.2014 in St. Markus in München.


Garantiertes Kindergrundeinkommen zur Armutsvermeidung

Der Bundestag berät aktuell über das Gesetz zur Anhebung des Grundfreibetrags, des Kinderfreibetrags, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags. Das Gesetz sieht vor, das Kindergeld rückwirkend zum 1. Januar anzuheben. Es soll für dieses Jahr monatlich um 4 Euro steigen - auf 188 Euro für das erste und zwei Kind, auf 194 Euro für das dritte Kind und 219 Euro für jedes weitere Kind. Ab 2016 ist eine weitere Steigerung um 2 Euro vorgesehen. Auch die geplante Anhebung des Entlastungsbetrages für alleinerziehende Familien (von 1.308 Euro auf 1.908 Euro jährlich, zusätzlich eine Erhöhung des Entlastungsbetrags für jedes weitere Kind um 240 Euro) hinterlässt einen bitteren Geschmack: Familien in Deutschland brauchen mehr Unterstützung und keine Symbolpolitik. Es ist ein Skandal, dass die notwendige Entlastung für Alleinerziehende mit Kürzungen und Einsparungen in anderen familienpolitischen Bereichen erkauft werden soll.

Zudem ist eine substantielle Weiterentwicklung des Familienlastenausgleichs damit keineswegs erreicht. Weiterhin werden annähernd 20% der Kinder und Jugendlichen in Deutschland von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sein (siehe dazu auch die aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung und des IAB).

Die KAB Deutschlands fordert daher die zeitnahe Einführung eines garantierten Kindergrundeinkommens. Es ist eine sozial gerechte und notwendige Investition in die Zukunft und ein wesentlicher Beitrag zur Herstellung von Generationengerechtigkeit, weil es nicht einseitig den Nutzen von Kindererziehung vergesellschaftet und die Kosten privatisiert. Außerdem verhindert es Armut von Kindern und ihren Familien!

Annette Seier
Familienpädagogisches Institut der KAB
Kontakt: seier@hvhs-haltern.de


Kinder wollen unterhalten sein!

Dokumentation zum Polit-Talk zum Kindesunterhalt am 19. Januar 2015 in Stuttgart

Das Netzwerk Alleinerziehendenarbeit Baden-Württemberg hat mit Experten aus Politik, Rechtsprechung, Familienforschung, Beratung und Betroffenen Forderungen aufgestellt, wie das Recht auf Kindesunterhalt besser realisiert und garantiert werden kann.

Eine ausführliche Dokumentation des Polit-Talks finden Sie unter www.netzwerk-alleinerziehendenarbeit.de


Stief- und Patchworkfamilien in Deutschland

Das BMFSFJ veröffentlichte im November 2013 den Monitor Familienforschung, Ausgabe 31 mit dem thematischen Schwerpunkt „Stief- und Patchworkfamilien in Deutschland“.  Die Broschüre liefert in knapper Zusammenfassung (gut 20 Seiten) neben grundlegenden Daten zur Vielfalt und zu den Erwerbsarrangements von Stief- und Patchworkfamilien Informationen zu den Familienbeziehungen sowie zum Unterstützungsbedarf der Eltern und der Kinder.

Broschüre (PDF)


Pressemeldung des Deutschen Juristinnenbundes:

Gemeinsame Elternverantwortung gibt es nicht zum Nulltarif -
Juristinnen warnen vor Kürzungen zu Lasten von Alleinerziehenden bei anstehender Reform des SGB II

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